Abstrakt

Perkutane Koronarintervention bei akuter ungeschützter Erkrankung des linken Hauptstamms der Koronararterie: Provisorische Strategie oder Zwei-Stents-Technik?

Ercan Aydin, Salih Sahinkus, Muhammet Necati Murat Aksoy

Hintergrund: Die primäre perkutane Koronarintervention bei akuter ungeschützter Erkrankung der linken Hauptkoronararterie ist jedoch tendenziell ein komplexer Eingriff, da er länger dauert, mehr Fachwissen erfordert und häufig eine kritische Bifurkation mit sich bringt und oft mehr als einen Stent erfordert. Hier präsentieren wir eine retrospektive Analyse einer bestimmten Gruppe von Patienten, die in unserem Zentrum mit einer perkutanen Koronarintervention behandelt wurden.

Methoden: Retrospektiv wurden 55 Patienten mit ungeschützten Läsionen der linken Hauptkoronararterie und der Diagnose eines akuten Koronarsyndroms identifiziert, die mit einer perkutanen Koronarintervention behandelt wurden: Die Zwei-Stent-Technik wurde in 28 Fällen angewendet und in 27 Fällen wurde ein provisorisches Stenting (PS) durchgeführt.

Ergebnisse: Rauchen (82,1 % vs. 48,1 %, p=0,007), früherer Herzinfarkt (35,7 % vs. 7,4 %, p=0,010) und frühere Koronarstentimplantationen (28,6 % vs. 3,7 %, p=0,012) kamen in der Gruppe mit Zwei-Stents-Technik häufiger vor. Während die Dauer des Eingriffs in der Gruppe mit Zwei-Stents-Technik höher war als in der Gruppe mit PS (58,21 vs. 33,15, p<0,001), war die Door-Balloon-Zeit kürzer (29,7 vs. 42,1, p=0,006). Die Kreatininwerte 48–72 Stunden nach dem Eingriff (1,08 vs. 1,33, p=0,422) und die Sterblichkeitsrate im Krankenhaus waren jedoch in beiden Gruppen ähnlich (28,6 % vs. 14,8 %, p=0,229).

Schlussfolgerung: Bei der Behandlung eines akuten ungeschützten linken Hauptkranzgefäßes mit perkutaner Koronarintervention ist die Zwei-Stents-Technik eine praktikable, effektive und sichere Strategie, da sie im Vergleich zur provisorischen Strategie ähnliche Kontrast-induzierte Nephropathie- und Mortalitätsraten aufweist.

: